Nacherzählung
D'après un texte de
Grenzenlos nouvelle édition
1ères, Nathan 1994
Andreas lernt das Handwerk des Dachdeckers. Er tut das auf eine heutzutage nicht sehr geläufige Weise, er ist nämlich wandernder Handwerksgeselle, das heißt, er zieht von Unternehmen zu Unternehmen, von Meister zu Meister, von Land zu Land, bleibt jeweils sechs bis acht Wochen am Ort und eignet sich so die verschiedenen Techniken und Handgriffe an. Das gibt ihm eine technische und praktische Erfahrung, die man in einer Schule nicht bekommen kann.
Wandernde Handwerksgesellen gab es besonders im Mittelalter. Sie mussten damals eine gewisse Anzahl von Regeln befolgen. Heutzutage haben sich die Regeln gelockert, aber einige verbleiben noch. So zum Beispiel darf ein heutiger Handwerksgeselle per Anhalter reisen, während ihm früher nur erlaubt war, zu Fuß durch die Lande zu ziehen.
Was hat Andreas nun dazu getrieben, diese Art des Lernens zu wählen, die nicht nur Vorteile bietet? Zum Einen hält er es nicht lange an einem Ort aus, zum Anderen ist er reiselustig, und zum Dritten ist er weltoffen und denkt, es gibt überall etwas zu lernen, das zur Fachbildung, zur Allgemeinbildung und zu einem besseren Verständnis der Welt und der Menschheit beitragen kann.
Allerdings ist nicht alles rosa im Wanderleben. Zwar kriegt er immer etwas zu essen beim Meister oder im Betrieb, aber manchmal wird er nicht untergebracht und er muß selber für eine Unterkunft sorgen. So kommt es auch vor, dass er im Freien übernachtet, etwa auf einer Parkbank, im Sommer, wenn das Wetter schön ist. Aber Andreas ist zufrieden, es stört ihn nicht, ständig den Aufenthaltsort zu wechseln und manchmal auf einer Parkbank schlafen zu müssen. Was aber nicht heißt, daß er nicht auch einmal sesshaft werden wird. Aber dazu hat er ja noch Zeit.

Aide lexicale
allerdings: à
vrai dire, mais, cependant, il est vrai, bien sûr
Allgemeinbildung (-) [f]: la
culture générale
aneignen
(sich): s'approprier
Anzahl (-) [f]: le nombre
Art (-, en) [f]: la manière,
la façon, le mode, le genre
Aufenthalt
(s, e) [m]: le séjour
aushalten
(ie, a, ä) (es): y tenir, supporter
(que)
befolgen:
suivre, respecter
[ordre, règle]
beitragen
(u, a, ä) (zu): contribuer
(à)
bieten
(o, o): offrir, présenter,
avoir
Bildung
(-) [f]: la culture, la
formation
damals: jadis,
à l'époque, autrefois
erlauben: permettre,
autoriser
etwa peut-être
Fach
(s, "er) [n]: la spécialité, la matière
frei
[im Freien: dehors,
à l'air libre]
geläufig:
courant
Handgriff
(s, e) [m]: le tour de main
heißen:
vouloir dire, signifier
heutig: d'aujourd'hui,
actuel
heutzutage:
de nos jours, au jour
d'aujourd'hui
jeweils:
respectivement, à chaque fois
lockern: relâcher,
détendre, assouplir
Menschheit
(-) [f]: l'humanité
Mittelalter
(s) [n]: le moyen-âge
Ort
(s, e) [m]: le lieu,
l'endroit [am Ort: sur
les lieux, sur place]
Parkbank
(-, "e) [f] le banc de jardin public
reiselustig: qui a la
bougeote
selber = selbst:
-même [soi-même]
sorgen (für):
veiller (à),
s'occuper (de)
ständig: constamment
treiben (ie, e) (zu):
pousser (à)
unterbringen (a, a) loger
Unterkunft (-, "e) [f]: l'hébergement, le logement, le gîte, le quartier
verbleiben
(ie, ie + s): rester [rémanence],
demeurer
Verständnis
(ses) [n]: la compréhension
vorkommen (a, o + s): arriver,
se produire [évènement]
Vorteil (s,e) [m]: l'avantage
wählen: choisir
wechseln: changer
(de)
Weise
(-, n) [f]: la manière [auf
diese Weise (A): de cette manière]
ziehen (o, o + s): aller
[en groupe, avec ses bagages], déménager,
défiler
23.9.2000 - 31.7.2003